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Jedes halbe Grad zählt !

17.12.2018

Valérie Masson-Delmotte gibt Einblick in die Erkenntnisse des IPCC

Jedes halbe grad zählt !

Am 18. Oktober hatten wir im Rahmen unseres Zero Carbon Clubs die Gelegenheit zu einem Austausch mit Valérie Masson Delmotte*, der Ko-Präsidentin der ersten Arbeitsgruppe des IPCC. Sie gab uns einen Überblick über die Erkenntnisse zu einer Klimaerwärmung um 1,5°C, die das IPCC am 8. Oktober veröffentlichte.

Der erste interessante Fakt in diesem Zusammenhang: Ohne diese Veröffentlichung wäre das Übereinkommen von Paris nicht zustande gekommen. Die am stärksten vom Klimawandel betroffenen Staaten, insbesondere die Inselstaaten, hatten sich nämlich nur unter der Bedingung zur Unterzeichnung des Übereinkommens bereit erklärt, dass das IPCC einen speziellen Bericht über die Folgen eines Temperaturanstiegs um 1,5°C erstellt.

Dieser sechste Bericht basiert auf 6.000 Publikationen, von denen drei Viertel im letzten IPCC-Bericht nicht berücksichtigt worden waren.Die Wissenschaftsgemeinde hat daher reagiert und sich mit diesem Thema beschäftigt, das für die kleinen Inselstaaten, aber auch die Gesamtheit der 195 Unterzeichnerstaaten, von zentraler Bedeutung ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse dieses Berichts sind:

  • Die Temperaturen sind im Vergleich zu dem vorindustriellen Referenzzeitraum bereits um 1°C gestiegen. Die Folgen dieser Erwärmung sind schon spürbar, insbesondere in Form von häufigeren Hitzewellen oder heftigen Regenfällen. Der Klimawandel betrifft nicht die entfernte Zukunft – er ist bereits hier und beeinträchtigt uns alle.
     
  • Es hat klare Vorteile, den Temperaturanstieg auf 1,5°C statt wie bisher auf 2°C zu begrenzen. Diese scheinen teilweise wenig mit unserem Alltag zu tun zu haben (beispielsweise Biodiversität), sind jedoch in Wirklichkeit sehr essentiell, da sie die Lebensmittelversorgung und die Sicherheit der Menschheit betreffen. 
     
  • Wir können den Temperaturanstieg noch auf 1,5°C begrenzen, wenn wir unsere CO2-Emissionen bis 2030 halbieren und sie bis 2050 auf null bringen:
    - Dies erfordert große Veränderungen auf der Angebotsseite, in den Bereichen Energiesysteme, Landmanagement und urbane sowie industrielle Systeme. Umsetzbar ist dies natürlich nur mit einer Änderung des Finanzsystems.
    - Ebenso erforderlich ist eine Umstellung des Energie- und Lebensmittelkonsums. Das ist augenscheinlich ein weltweites Anliegen. 
     
  • Eine der Innovationen des Berichts ist die erstmalige Zusammenarbeit von Natur - und Sozialwissenschaftlern. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit eines ethisch vertretbaren und gerechten Wandels sowie einer Mischung aus Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen, um die schädlichen Auswirkungen zu begrenzen: So ist es etwa nicht angemessen, wenn die Anpassung in der Entwicklung von Klimaanlagen mit Treibhausgasemissionen besteht und so zum Temperaturanstieg beiträgt ...   
     
  • Die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C hängt von Zusammenarbeit, politischem Willen und der Verfügbarkeit von Finanzmitteln ab.

Insgesamt sind wir drei großen Risiken ausgesetzt:

1 - dem Klimarisiko;

2 - dem Verzögerungsrisiko, das darin besteht, dass die technologischen Entwicklungen zur Speicherung von CO2 zukünftigen Generationen überlassen werden;

3 - dem finanziellen Risiko, da der Fortbestand bestimmter Sektoren von der Umsetzung eines geplanten, schnellen und freiwilligen Wandels abhängt.

Das Fazit lautet: Jedes halbe Grad zählt. Jedes Jahr zählt. Jede individuelle oder kollektive Entscheidung zählt. Und was auch passiert, der Finanzsektor spielt in jedem Fall eine wichtige Rolle.

 

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