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Nachhaltige zukunft durch „low tech“ ?

18.07.2019

Am 20. Februar 2019 veranstaltete der Verband für grüne Immobilien, der „Observatoire de l‘immeuble durable“ (OID) im Auditorium von La Française eine Konferenz zur Umsetzung der „Low Tech“-Bewegung für den Immobiliensektor. Den Auftakt zu dieser Konferenz bildete ein Vortrag von Philippe Bouix* als Teil der Vortragsreihe Immobilien und Zukunftsaussichten.

  • Low-Tech-Lösungen - warum?

Bei Low-Tech-Lösungen steht eine unbestrittene Erkenntnis im Mittelpunkt: Die Ressourcenverknappung führt zu einem Überkonsum an Energie, und einem Teufelskreis, der auf Dauer nicht haltbar ist. Leicht zugängliche Bergwerke sind bereits erschöpft. Derzeit genutzte Vorkommen weisen erheblich geringere Ressourcenkonzentrationen auf. Für ihre Förderung werden daher immer größere technologische Investitionen und ein immer höherer Energiebedarf benötigt. Das zeigt beispielsweise die Gewinnung von Schiefergas.
Unerschöpfliche erneuerbare Energien scheinen eine Antwort auf den steigenden Energiebedarf zu sein. Doch paradoxerweise ist für die Erzeugung, Lagerung und Verarbeitung dieser Energien in immer größer werdenden Mengen eine Technologie erforderlich, die selbst viele Ressourcen verbraucht, insbesondere seltene Metalle.
Gleichzeitig ist die „Zirkularität“ der heute hergestellten und genutzten Materialien sehr gering. Diese Ressourcen zeichnen sich durch so genannte „dispersive“ Verwendungen aus. Dies gilt für Kunststoffe, die nur begrenzt recyclingfähig sind, aber auch für Metalle aufgrund der Art ihrer Verwendung. „High Tech“-Objekte werden aus zahlreichen Komponenten hergestellt, die an ihrem Lebensende unmöglich getrennt werden können. Bei den am weitesten verbreiteten Objekten entsteht das Problem durch die Anzahl verschiedener Legierungen. Schließlich sind sie aufgrund ihrer Verwendung in Mikro- oder Nano-Form für eine Rückgewinnung ungeeignet, wie z. B. Titan, das zu 95% in chemischer Form (Farben und Lacke, Make-up, Creme usw.) eingesetzt wird.
Die Entwicklung „einfacher“ technischer Lösungen - bezeichnet als „Low Tech“ - bietet die Chance, dem wachsenden Energieverbrauch in digitalen Einsatzbereichen Einhalt zu gebieten. Recycling, Modularität, Reparaturfähigkeit, Einfachheit und Schlichtheit: Das sind die Schlagworte bei Low Tech. Hierdurch werden nicht nur die Mitwirkung und die Autonomie von Menschen ermöglicht, sondern auch die Entwicklung von Interessens- und Wissensgemeinschaften. Hierin finden sich die Grundsätze von sparsamer Innovation, Resilienz und Kreislaufwirtschaft wieder. Wir reden dabei von einem gesellschaftlichen Umbruch und nicht nur von einer Frage der Technik.

 

  • Low Tech und Immobilien

Der Immobiliensektor, in dem durch den Einsatz von Materialien und den Energiebedarf große Mengen von Ressourcen verbraucht werden, muss sich heute die richtigen Fragen stellen. Zur Reduzierung seiner Umweltauswirkungen bieten intelligente Low-Tech-Lösungen interessante und völlig neue Ansätze wie z. B.:
- Geteilte Nutzung von Gebäuden. Die geringsten Umweltauswirkungen haben Gebäude, die gar nicht erst errichtet werden. So werden beispielsweise Büros insgesamt nur zu 30 Prozent der Zeit genutzt. Auch ein nicht genutztes Gebäude bedeutet eine unnütze Umweltbelastung aufgrund der Rohstoffe, der CO2-Bilanz und der schädlichen Effekte durch die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen.
- Schon beim Bauen an den zukünftigen Abriss denken. Bereits bei der Planung eines Gebäudes müssen im Einklang mit den Gegebenheiten vor Ort Konzepte wie Wiederverwendung, Recycling, Kreislaufwirtschaft, Lagerung und Wiederverwertung von Materialien berücksichtigt werden.
- Ortsnahe Beschaffung beim Bauen. Dies bedeutet, die Abhängigkeit vom geopolitischen Klima hinter sich lassen und auf die Beschaffung von Materialien in den Ländern Afrikas, Asiens oder Amerikas verzichten. Auf nachhaltige und vor Ort verfügbare Arbeitskräfte statt auf Maschinen setzen, die Ressourcen verbrauchen und nicht nachhaltig sind.
- An der Frage der Resilienz arbeiten, um die Langlebigkeit von Bauten angesichts von immer dramatischer werdenden klimatischen Kapriolen zu gewährleisten.


Wie man sehen kann, lässt sich die Low-Tech-Bewegung nicht auf eine rein technische Argumentation reduzieren, denn auch sozio-technische, organisatorische und kulturelle Aspekte spielen durchaus eine Rolle.

 

* Autor von „L’âge des low tech: vers une civilisation technologiquement soutenable“

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